P
r o g r a m m . I n f o s . B a n d s . Programm
Samstag
21.08.99 Ein
Trio, daß ruhige, melancholische Songperlen
schreibt und spielt und zuweilen an Vic Chesnut erinnert,
an die GOGO DOLLS und die VIOLENT FEMMES, oder an die
grandiose "Innermission" Scheibe von JUD. Also kein
harter heavy stuff, sondern düstere Songs
über das Leben und die Liebe, wie's immer so
schön heißt. In Wirklichkeit natürlich
über viel mehr, ihr werdet's hören. Auf
jeden Fall Songs in bester US-Folkpoptradition mit
einer Gänsehaut-Stimme, die unter die Haut geht. Wir
waren begeistert, als wir das erste Mal ein Tape in die
Hände bekamen und seitdem rotiert das selbige in
meinen Autoradio. Als
wir hier im Büro das erste mal MUMBLE&PEG
eingelegt haben und das Stück "LABEL" begann,
könnte ich schwören, daß es innerhalb
weniger Sekunden draußen dunkel wurde und
spätestens bei "OUTSIDE OCTOBER" begann es zu
Schneien. Geht es noch trauriger? Ist das die Stimmung,
die man am Ende dieses Jahrtausends braucht? Oder ist es
einfach so, daß dies der Soundtrack für das
vergangene Jahr ist, in dem es weltweit sicher nicht mehr
als 11 Tage Sonne gab.... und warum kommt so etwas wieder
mal aus dem sonnigen Kalifornien??? Schwermütig,
fast quälend schleppt sich Erik Carter durch die
Songs. Eine dunkle und bedrückende Stimmung.
Feierlich, aber irgendwie so, als ob man zur Beerdigung
eines alten Freundes aufspielt. Im Hintergrund scheppert
das Schlagzeug zurückhaltend und die Gitarre
schrabbt eigenartig herum (wie erklärte uns das
US-Label: "he s very lo-tech, he has an amp made from
a milk-crate and duct tape"). Hier und da blitzen
Violinen, ein Klavier oder ein Banjo kurz im Hintergrund
auf, fast schon zufällig, als ob gerade jemand im
Studio stand und mitspielt. Nachdenklich werden
bitter-süße Geschichten erzählt. Zynisch,
wirft er uns seine Gedanken hin. "So sorry for
everything, was it your air l m breathing? Happy
anniversary to you my love, I m leaving" Link:
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